Die Deutschen treffen auf Sebunjo, Okello

Das deutsche experimentelle Jazz-Trio Cnirbs machte letzten Mittwoch im Rahmen seiner Afrika-Tournee südlich der Sahara mit freundlicher Genehmigung des Goethe-Instituts einen Zwischenstopp in Kampala.

Die Band ist auf einer Tournee durch sieben Länder: Mosambik, Madagaskar, Südafrika, Ruanda, Uganda, Kenia und Äthiopien. Laut Matthäus Winnitzki, dem Komponisten und Keyboarder der Band, ist Musik eine universelle Sprache und die Band teilt ihre Erfahrungen gerne mit anderen Musikern weltweit.

“Wir wollen zur musikalischen Unterhaltung der Menschheit beitragen”, erklärte er, warum sie sich entschieden, mit dem Schlagzeuger Lawrence Okello und dem Kora-Spieler Joel Sebunjo zusammenzuarbeiten, um ein paar Songs für die Aufführung zu komponieren.

Das war der Höhepunkt der Show. Okello brachte neben Sebunjos Kora seinen vielseitigen Instrumentalismus auf die Adungu, Flöte und Westafrikas Djembe. Zusammen mit dem experimentellen Jazz von Cnirbs entstand so ein noch nie da gewesener organischer und authentischer Sound.

Okello (C) spielt die Flöte, während Sebunjo (R) zum Mikrofon geht

Okellos Flöte und Stephan Meinburgs Töne aus der Trompete vervollständigten das Lied Disco Girl, eine altägyptische Melodie, ergänzt durch den Echo-Effekt in Sebunjos Gesang, bevor es mit rockiger / elektronischer Energie seinen Höhepunkt erreichte. Okello sprach auch Kyandi aus, ein Lied, das in seiner Muttersprache Dhopadhola geschrieben wurde. Es ermutigt Junggesellen, hart zu arbeiten, um zu heiraten, anstatt zusammen zu leben.

Die Verschmelzung ihres experimentellen Jazz mit afrikanischen Instrumenten gab den Leuten, die die Show besuchten, etwas völlig anderes, als sie am Ende jedes Songs zufrieden klatschten. Zuvor hatte die Band die Show mit einigen Songs wie Segou und Murray Bozinsky begonnen, die von den TV-Serien Pioselinka Dla, Multiple Pain und Palinka Polkapop inspiriert sind, die von ihrem ersten und bislang einzigen Album stammen.

Die Tour war gut besucht

Die Band liebt es, die Grenzen des Jazz mit ihren wilden Rhythmen zu überschreiten und dabei alternative Rockmusik und elektronische Elemente sowie Einflüsse der afrikanischen und karibischen Musik zu kombinieren.