Das deutsche Jazz-Trio wird Nairobians begeistern

Ein internationales Jazz-Flair kommt an diesem Wochenende nach Nairobi mit einem Auftritt von CNIRBS, einem Ensemble aus der Stadt Hamburg in Deutschland.

Das Trio aus Keyboarder und Komponist Matthäus Winnitzki, Schlagzeuger Konrad Ullrich und Trompeter Stephan Meinberg gibt morgen ein einmaliges Konzert im Goethe-Institut in Nairobi.

Die Gruppe war auf einer vierwöchigen Tournee durch afrikanische Städte und hat bereits in Mosambik, Madagaskar, Südafrika, Ruanda und Uganda gespielt.

Nairobi ist der vorletzte Stopp auf einer Tour, die nächste Woche in Äthiopien enden wird.

In Deutschland gibt es eine Jazzbewegung, die mit einer Reihe von Stilen, Traditionen und Techniken, kombiniert mit Pop, Volksmusik, Weltmusik, Rock und Hip-Hop, zu den lebhaftesten in Europa zählt.
Eine Reihe von Jazzfestivals in verschiedenen Städten sorgen für den Austausch zwischen deutschen Jazzkünstlern und internationalen Acts.

Nicht weniger als 18 Musikhochschulen und Konservatorien bieten deutschlandweit Jazzkurse an, an denen junge Musiker ihre Fähigkeiten auf der großen Bühne unter Beweis stellen möchten.

Während jede Stadt ihren eigenen Stil hervorbringt, hat sich Berlin in den letzten Jahren zu einer wichtigen internationalen Basis für Jazz entwickelt, während der Hamburger Handelshafen als Zentrum des modernen Mainstream-Stils gilt.

CNIRBS ist ein Produkt der Hamburger Jazz-Explosion, aber der experimentelle Stil der Band passt nicht in eine Zwangsjacke.

Stil, der Grenzen überschreitet

Das Trio hat einen Stil entwickelt, der die Grenzen des Jazz überschreitet, indem es sich in alternativen Rock und Elemente afrikanischer und karibischer Rhythmen wagt.

Ihr Sound lebt von wilder Improvisation und komplizierten globalen Rhythmen, die auf Keyboard, Blas- und Schlaginstrumenten sowie einer Vielzahl von Blinklichtern und Fußpedalen basieren. Kein Wunder also, dass diese Künstler alle gut in Jazz und klassischer Musik ausgebildet sind.

Der Komponist der Band, Matthäus Winnitzki, wurde 1977 in Polen geboren, zog aber mit seinen Eltern nach Deutschland, wo er das Klavierspielen lernte.

Er studierte Klassik und Jazzpiano an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater und gründete 2002 die Gruppe Laugut 76. Neben seiner Rolle in CNIRBS spielt Winnitzki noch immer als Sideman in anderen Bands wie Septeto Miramar und Sonora 51.

Er versteht sich nicht nur als Jazzmusiker, sondern vielmehr als „Weltmusiker mit einer starken Vorliebe für afro-kubanische Musik.

Ullrich hingegen entdeckte bereits im Alter von 10 Jahren seine Leidenschaft für Schlagzeug und begann dann mit dem Unterricht in der Big Band der Musikschule.

Nach dem Abitur schrieb er sich am Konservatorium in Hamburg ein und spielte nebenbei für das Deutsche Jugendorchester. 2006 erhielt er ein Stipendium, um an einer der angesehensten Jazz-Musikinstitutionen in New York zu studieren.

Heute ist Ullrich ein gefragter Musiker in den Jazzkreisen der beiden deutschen Großstädte Berlin und Hamburg. Das dritte Mitglied der Gruppe Stephen Meinberg spielt Euphonium, ein Blasinstrument mit einer tieferen Stimmlage als die Trompete, das häufig in Blasorchestern und Orchestern verwendet wird.

Meinberg studierte zunächst europäische klassische Musik, dann Jazz in Köln, und genau wie Ullrich erhielt auch er ein Stipendium für ein Musikstudium in New York.

Bei seiner Rückkehr nach Deutschland spielte er mit vielen Bands, darunter der Big Band des Norddeutschen Rundfunks.

Meinberg hat mit seinem Vitamin E-Quintett und anderen deutschen Jazz-Acts wie Arnie Bolden, Mould und Heelium gespielt und aufgenommen. Während der aktuellen Tour spielen die CNIRBS Songs aus ihrem Album „Hey Kollege“, das im Oktober 2012 in Prag aufgenommen und auf Brennt Records, einem unabhängigen Label, veröffentlicht wurde, das von Bandmitglied Winnitzki ins Leben gerufen wurde.

Das herausragende Werk des Pianisten ist im Song „Segou“ zu hören, während die Trompete im funkigen „Palinka Polkapops“ zum Leben erweckt wird.

Holen Sie sich einen Vorgeschmack auf Musik

Es gibt weitere aufregende Stücke in der Sammlung, darunter “Don Calypso”, “Disco Girl” und der Titelsong des Albums “Hey Kollege”.

Wenn Sie einen Vorgeschmack auf die Musik erhalten möchten, bevor sie morgen aufgeführt wird, können Sie alle 12 Songs des Albums auf der Website der Band probieren, die Sie finden, indem Sie den Namen CNIRBS in eine Suchmaschine eingeben.

CNIRBS haben mit ihrem Keyboard, ihren Blechbläsern und Schlaginstrumenten, einer Vielzahl von Drähten und blinkenden Lichtern viele Fans gewonnen, die bei Jazzfestivals und -clubs in Europa spielen. Sie hoffen, auf dieser Jungfernreise durch Afrika neue Einflüsse und Anhänger zu gewinnen.

Ihr Konzert unter dem Motto „Playing outside the Box“ beginnt morgen, 18. Oktober, um 19.00 Uhr im Auditorium des Goethe-Instituts in Nairobi. Der Eintritt zur Aufführung ist frei.